Warzen an der Fußsohle

Warzen sind gutartige, infektiöse, durch Viren bedingte Neubildungen der Haut, die übertragen werden können.

Therapie:

Warzen werden zunächst immer medikamentös behandelt mit Warzentinktur. Dabei bilden sich weiße Beläge als Ausdruck des Absterbens von Hautzellen. Diese müssen jeweils vor dem erneuten Aufbringen der Tinktur mit einem Bimsstein vorsichtig entfernt werden. Vorsichtig heißt, ohne Verletzung der Haut, denn mit dem Blut werden die Warzenviren übertragen. Beläßt man die Beläge , so erreicht das Medikament die Viren nicht. Der befallene Bezirk wird allmählich kleiner, bis er dann verschwunden ist. Aber dennoch muß die Tinktur noch weitere 14 Tage aufgetragen werden.

Wenn alles Bemühen ohne Erfolg bleibt, dann ist die chirurgische Therapie gefragt.

Operation:

In Betäubung der Fußsohle , indem der Nervus tibialis, der hinter dem Innenknöchel verläuft direkt betäubt wird, wird die Warze entfernt. Bei Kleinen Bezirken wird die Wunde verschlossen, bei großen Bezirken wird eine offene Wundheilung (=sekundäre Wundheilung) erforderlich.

Nachbehandlung:

Die Wunden werden nachkontrolliert und bei jedem Verbandwechsel wird Warzentinktur aufgetragen. Es kann das Tragen eines Verbandschuhes oder Vorfußentlastungsschuhes nötig sein oder sogar das Entlasten des Fußes an Unterarmgehstützen.