Eingewachsene Nägel

Es bildet sich wildes Fleisch am Nagelwall, am häufigsten an der Großzehe. Oft , bei gesunden Patienten begleitet von Schmerzen und Nässen, sowie Blutungen.

Beim Diabetiker bezeichnet man diese Infektion als die Diabtisches Fußsyndrom. Es stellt dessen häufigste Ursache dar!
Ursache:
  • Zu kurz geschnittene Nägel
  • Zu enge Schuhe
  • Tägliches Tragen derselben Schuhe
  • Verletzungen beim Versuch die Nägel mit spitzen Gegenständen zu reinigen.
Therapiemöglichkeiten:

konservativ:

1. Nagelwall täglich 2x mit einer Nagelbürste oder ausgedienten Zahnbürste im Duschbad,
reinigen. Anschließend trocknen des Fußes mit dem Fön.
2. *neu aus Japan:
Einbringen eines Drahtes in den Nagel,so dass bei jedem Bodenkontakt Druck von unten gegen die
Nagelplatte entsteht und die Wachstumsanlage entlastet wird und allmählich der Nagel wieder normal
wächst.

Operation:
In Örtlicher Betäubung der Zehe, wozu am Zehenansatz, an beiden Seiten je eine Injektion des Lokalanästhetikum erfolgt ist, wird das wilde Fleisch (med.=pyogenes Granulom) entfernt. Falls nötig muß gleichzeitig ein schmaler Steifen des Nagels - ohne Zerstörung der Nagelwurzel oder Wachstums-anlagen (med.= Matrix) entfernt werden.

Nachbehandlung:
2 Tage nach der OP kann bereits beim Duschen der Nagelwall mit einer weichen und nur für diesen Vorgang genutzten Bürste, gereinigt werden.
Dabei kann es zu einer kleinen Blutung kommen, die bei gesundem Patienten und ohne Einnahme Blutgerinnungsbeeinflussender Medikamente innerhalb von längstens zwei Minuten stoppt.
Das Bürsten reinigt den Nagelwall, der die "Schiene" in der der Nagel vorwächst darstellt, und sichert damit das regelrechte Wachstum und verhindert das erneute Einwachsen. Dies muss allerdings regelmäßig und zuverlässig durchgeführt werden. Das Rezidivrisiko liegt bei 15 %.
Regelmäßiges Eincremen z.B. mit Harnstoffsalbe hält die Führungsschiene weich.